Newsletter mit Shopware 6

Wie man Newsletter mit Shopware 6 versendet, und was es zu beachten gibt.

1. Shopware und Newsletter

Shopware 6 kommt grundsätzlich mit einer integrierten Newsletter-Lösung zur Anmeldung. Ein Versand von Newslettern aus Shopware 6 heraus ohne Erweiterung ist jedoch nicht möglich. Ich würde das auch nicht empfehlen (warum? Siehe unten -> Empfehlungen 1.)

Man kann die Newsletter-Funktion ganz einfach konfigurieren. Hier kann das Double-Opt in aktiviert werden.

Newsletter Konfiguration, erklärt von Shopware (externer Link)

Die Shopware-Agentur 8Mylez hat in einem Blog-Beitrag nochmal mit Screenshots erörtert, wie man die Newsletter-Anmeldung als CMS-Element einbindet:

Zum Beitrag von 8Mylez (externer Link)

2. Übersicht Newsletter Empfänger

Hier wird beschrieben, wie Newsletter-Empfänger in Shopware verwaltet werden. Das meiste ist aber auch selbsterklärend.

Dokumentation von Shopware (externer Link)

3. Empfehlungen

3.1 Klare Empfehlung

Ich würde mindestens folgendes umsetzen:

  • Newsletter Anmeldung im Checkout oder bei der Registrierung (bei einem der Punkte muss voraussichtlich eine Erweiterung eingesetzt werden)
  • Double-Opt-In für den Newsletter (Anmeldebestätigung)
  • Newsletter Anmeldung über den Footer und eine Content-Seite
  • Anbindung an einen Newsletter-Dienstleister
  • Einsatz von Gutschein-Codes

3.2. Werkzeuge zum Versenden

Zum Versenden der Newsletter empfehle ich persönlich einen der großen Dienstleister. Das ist wirklich die einfachste und am wenigsten aufwändige Variante. Die größeren Anbieter bieten vorgefertigte Schnittstellen, die recht problemlos über den Shop angebunden werden können. Der Aufwand dafür ist überschaubar - technisch ca. 1 - 2 Stunden, je nach Anbieter.
Bspw.:

Ich kann die Dienste in dieser Reihenfolge empfehlen. Sie sind alle gut und funktionieren. Natürlich kann man das auch selbst umsetzen. Das haben wir schon gemacht, aber es ist aufwändiger, und bedeutet den Betrieb zusätzlicher Infrastruktur.

  1. In der Regel möchte man eine eigene E-Mail Adresse einsetzen, bestenfalls unter einer eigenen Domain, damit Haupt-Domain und Adressen nicht in den Spam-Verteilern landen.
  2. Eigener Server: Unter keinen Umständen sollten die Newsletter über den selben Server versendet werden, auf dem auch der Shop läuft. Das hat sowohl technische Gründe, insbesondere aber soll das Versenden/der Empfang wichtiger Shop-Mails nicht gefährdet werden. Das Entfernen von Einträgen aus Spam-Filtern großer Anbieter ist zeitaufwändig und umständlich.
  3. Setup eines eigenen Servers: Es gibt spezielle Software, mit der das Versenden möglich ist. Die Einrichtung ist aufwändiger. Es muss eine Infrastruktur mit Abmeldemöglichkeiten geschaffen werden. All das ist bei Verwendung eines der Miet-Anbieter nicht nötig - wenn man den Versand selbst betreibt aber schon.

Also: klare Empfehlung -> einen der Dienstleister dafür wählen.

3.3 Marketing-Tools für Newsletter

Es lohnt sich, Anreize für die Newsletter-Registrierung zu schaffen. Das kann bspw. ein Rabatt-Code sein, entweder über einen festen Betrag oder prozentual auf die nächste Bestellung. Das geht mit Shopware-Basis Mitteln nicht. Dafür ist ein Plugin notwendig. Bspw. dieses hier:

Newsletter Gutscheincode Plugin im Shopware Store (externer Link)

Bei Bedarf entwickeln wir ansonsten auch gern ein eigenes Plugin dafür, insbesondere wenn weitere Funktionalitäten mit abgedeckt sein sollen.

3.4 Wichtigkeit von Newslettern

Vermutlich muss ich das gar nicht betonen. Auch 2023 sind Newsletter noch eines der wirksamsten Verkaufsmittel. Unsere Kunden sehen das regelmäßig in sprunghaften Verkäufen direkt nach einem Newsletter-Versand. Bei einer guten Newsletter-Plattform sieht man übrigens dann auch in Zahlen, wie hoch die Öffnungsraten und Conversions-Raten von Newslettern sind. Damit sie gut funktionieren, sollten sie mindestens eines der Interessen der potentiellen Leser ansprechen:

a) Inhaltliche Anreize
Bewährt haben sich vor allem solche Newsletter, die dem Kunden einen inhaltlichen Anreiz geben -> also insbesondere bei Produktlinien aus Fachbereichen, oder emotionalen Produkten.

b) News
Es gibt bestimmte Branchen, in denen die Benutzer nur auf neue Informationen warten, bspw. im IT-, TV- und HIFI- Bereich. Wenn man dort neue Artikel und wertvolle Branchen-News gut positionieren kann, kann man sich vieler Stammleser sicher sein.

c) Aktionen
Das sollte eigentlich als erstes kommen. Bewährt haben sich Aktionen über alles andere. Im B2B-Bereich ist es nicht unüblich, mit Gratis-Beigaben im Newsletter zu werben. Eine große Tüte Gummibärchen ab einem Bestellwert von 100,- EUR freut (fast) jeden, ein Douglas Einkaufsgutschein kann Wunder wirken, wenn man weiß, dass die Einkäufe von Büroartikeln von den Vorzimmerdamen und Büroleiterinnen getätigt werden. Zu Beachten sind hier ggf. gesetzliche Vorgaben gegen unlautere Werbegeschenke. Ein Steuerberater kann darüber informieren, ob und wie sich hiermit steuertechnisch ggf. Geld sparen lässt, bspw. weil bestimmte Werbegeschenke als solche wieder abgeschrieben werden können.

d) Wiederholung
Die meisten Händler, die das erfolgreich einsetzen, setzen dabei auf Wiederholung. So werden diese Aktionen als fester Werbeblock bspw. in 2, oder 4 wöchigen Rythmus durchgeführt. Und es funktioniert.